• Der TSV Mariendorf 1897 feiert 125jähriges Jubiläum

    Der TSV Mariendorf 1897 feiert 125jähriges Jubiläum

  • TSV M97-Partnerschaft mit der STADT UND LAND

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  • Stadion Volkspark Mariendorf

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Auszeichnungen

Neben der Auszeichnung mit dem Sepp-Herberger-Preis wurde der Verein mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.
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.. und der TSV der Grund ist! Eine kleine Geschichte über eine ukrainische Flüchtlingsfamilie und unseren Verein:

Corona hat der Welt und vor allem den Kids in den letzten 2 Jahren sehr viel abverlangt. Jetzt sind wir (zumindest hier in Deutschland) an einem Punkt angelangt in dem wieder halbwegs Normalität in unser Leben zurückkehrt und wir uns an langsam zurückgewonnenen Freiheiten erfreuen können.

WIR KÖNNEN DAS! Keine 1000 km östlich von uns passiert jetzt gerade etwas, was in Europa im 21 Jahrhundert niemand mehr für möglich gehalten hat. Am 24.2.2022 befiehlt ein völlig geisteskranker Psychopath (das ist meine persönliche Meinung) den Angriff auf sein Nachbarland und sorgt damit für Zerstörung und unendliches Leid in der ukrainischen Bevölkerung. Städte werde dem Erdboden gleichgemacht, Familien im besten Fall nur zerrissen und im schlimmsten Fall…

Ich möchte hier gar nicht weiter ausholen, da ich bei dem Gedanken welches Leid die Familien, und vor allem wieder die Kinder ertragen müssen, sehr mit mir kämpfen muss um nicht einfach loszuheulen.

Ich möchte euch hier von einer Mutter mit ihren zwei Kindern und ihrer Freundin erzählen. Svetlana, Nina, Nikita und Maxim, die es nach mehrtägiger Flucht aus der Ukraine zu uns nach Berlin geschafft haben, und was der TSV mit der Geschichte zu tun hat.

Als klar war, dass die vier nach Berlin kommen und vorerst in einer 1 Zimmer Wohnung meines besten Freundes unterkommen würden, haben meine Frau und ich in unserer Mannschaft gefragt, ob nicht der ein oder andere alte Kinderklamotten oder etwas Spielzeug hat welches sie entbehren können, um einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie zu helfen. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft war beeindruckend. Und nicht nur die Kinder wurde von unseren Eltern unterstützt, sondern auch Svetlana und Nina.
Wir zusammen konnten diesen vier Menschen hier innerhalb kürzester Zeit eine erste kleine Starthilfe geben, um aus ihrer schweren Lage zu entfliehen. Dafür möchte ich mich hier in aller Form bedanken und euch sagen, dass ihr die geilste Elternschaft seid, die ich mir vorstellen kann.

Damit aber nicht genug. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit schrieb

Svetlana mich an und fragte ob ihr 5,5 Jahre alter Sohn irgendwo die Möglichkeit hat Fußball zu spielen? Natürlich habe ich ihr den TSV als meinen Heimatverein sofort ans Herz gelegt. Allerdings wusste ich auch, dass Viktoria 89 keine 500 m von ihrer Wohnungstür entfernt trainiert und es für eine Mutter mit einem 5,5 und 2 Jahre altem Kind ohne Auto wohl bedeutend einfacher wäre, wenn sie zu Viktoria gehen würden. Ich rief also sowohl bei Viktoria als auch bei unserem Jugendleiter Sebastian Itzke an, um mich bei ihnen nach den Konditionen für eine Mitgliedschaft für Kriegsflüchtlinge zu erkundigen. Als ich das Angebot von Viktoria gehört hatte, musste ich schon etwas schlucken und war sehr verärgert. Den vollen Jahresbeitrag für 60 Minuten/ zweimal die Woche, hatte ich nicht erwartet. Ganz anders bei uns. Ich hatte ein gutes und angenehmes Gespräch mit Basti, der mir sofort versicherte, dass der TSV Mariendorf 1897 ukrainische Flüchtlingskinder natürlich erstmal die Möglichkeit bieten möchte bei uns unentgeltlich trainieren zu können, damit die Kinder in ihrer neuen Umgebung ankommen, sich wohlfühlen und die Schrecken, die sie erlebt haben, verarbeiten können (ich weiß, dass du dich in diesem Moment unseres Gesprächs ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt hast;-))). Außerdem sagte Basti, das es für den TSV eine tolle Möglichkeit wäre sich sozial zu engagieren und Solidarität für das ukrainische Volk zu zeigen. Dafür bin ich nicht nur Basti, sondern dem ganzen Verein zutiefst dankbar.

Ich erklärte Svetlana was ich in den Gesprächen herausgefunden hatte und sagte ihr natürlich auch, dass die Trainer des TSV für ihren Sohn absolute Spitze seien;-). Nach Rücksprache mit Markus, Frank und Irena waren Svetlana, Nina, Nikita und Maxim am nächsten Tag beim ersten Training und wurden auch von der Elternschaft sofort herzlich aufgenommen. Auch hier wurde sofort Hilfe sowohl von den Trainern und Irena, als auch von den Eltern der G-Junioren angeboten und geleistet.
Was aber viel wichtiger ist, ist das was dannt auf dem Platz geschah. Der kleine, schüchterne Nikita, der in seinem jungen Leben wahrscheinlich schon mehr Leid erfahren hat als ich, und die meisten anderen von uns, je erleben werden, der still und ängstlich bei mir im Auto saß, um zu seinem ersten Training fern ab der Heimat zu gelangen. Dieser kleine Junge blühte bei uns nach kurzer Zeit auf und konnte für 90 min beim Training alles erlebte vergessen und einfach nur ein Kind sein. Nikita kannte kein anderes Kind, verstand kein einziges Wort seiner Mannschaftskameraden und seiner Trainer, aber seine Augen fingen an zu lachen, als er den Ball sah und endlich wieder dagegen treten durfte.

Svetlana rief und schrieb mich anschließend einige Male an, um sich tausend mal für unser aller Engagement und unsere Gastfreundschaft zu bedanken. Sie fühlte sich sofort gut aufgenommen wofür ich mich bei den Eltern der G-Junioren als auch bei Irena, Frank und Markus aufs herzlichste bedanken möchte.


Leider teilte Svetlana mir nach 2 Wochen mit, dass sie kurzfristig die Möglichkeit bekommen haben in Freiburg Fuß zu fassen und bei Freunden von Nina unter kommen- und sich auch dort anmelden können. Svetlana und Nina wissen es sehr zu schätzen, was die TSV Familie für sie getan hat und haben versprochen zu uns zurück zu kommen, sollte es in Freiburg nicht klappen.

Wir alle haben es möglich gemacht, dass nicht nur sie, sondern vor allem Nikita und auch Maxim für eine gewisse Zeit ihr Lächeln zurückgefunden haben. Dieses sollte uns allen die Mühe wert gewesen sein. Svetlana, Nina, Nikita und Maxim sind jetzt zwar vorerst weg, aber es gibt noch so viele andere, die es verdient haben wieder zu lachen zu können. Das sollte unsere Aufgabe sein.

Vielen Dank an alle die HELFEN! Lasst uns weiter machen.
Dom TSV 2.E (Foto Verein)

Nikita

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